Benjamin Becker
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Benjamin Becker (* 16. Juni 1981 in Merzig, Saarland)
Im Alter von 8 Jahren fing der, in Orscholz wohnende, Benjamin an Tennis zu spielen. Seine Vereine: TC Orscholz, TC Merzig, TC Heiligenwald, TC Gersweiler, TC Neckarau, TC Mannheim.
Viel zu verdanken hat Benjamin dem Saarländischen Tennisbund, der die Förderung bereits in jungen Jahren übernahm. Der STB stellte die Trainer und die Tennisplätze/Tennishallen zur Verfügung.
Im Jahre 2000 erhielt er ein Stipendium in den USA. Die Kontakte wurden über befreundete Tennisspieler aus Deutschland geknüpft. Hier wurde dann der Grundstein für die spätere Profikarriere gelegt. Mit Matt Knoll trainierte ein Tennisverrückter die Collegemannschaft der Universität Waco. Morgens ab 6.00 Uhr Training, danach Schule und wieder Training. Wer keine gute Noten schrieb, wurde aussortiert. Also war man alleine deshalb schon gezwungen Leistung zu bringen.
Während seiner Zeit auf der Baylor Universität im texanischen Waco konnte er mit der Mannschaft der Universität sowie im Einzel amerikanischer Collegemeister des Jahres 2004 werden. Im November 2005 entschied Becker entgegen früheren Planungen, sich doch als Tennisprofi zu verdingen und begann, sich mit Teilnahmen an kleineren zweit- und drittklassigen Turnieren in der Weltrangliste nach oben zu kämpfen.
Im Juni 2006 gelang es ihm erstmals, sich für ein Grand-Slam-Turnier zu qualifizieren. In der ersten Runde der Wimbledon Championships konnte er den Argentinier Juan Ignacio Chela besiegen. In der zweiten Runde kam dann gegen den Spanier Fernando Verdasco in seinem ersten 5-Satz-Match auf der Tour das knappe Aus.
Als 112. der Weltrangliste gelang es ihm bei den US Open 2006 in New York erneut, sich für ein Grand-Slam-Turnier zu qualifizieren. Nachdem er in der ersten Runde den Italiener Filippo Volandri und in der zweiten Runde den gesetzten Franzosen Sébastien Grosjean schlagen konnte, traf er in Runde 3 auf den amerikanischen Routinier Andre Agassi. In einem dramatischen Match war es letztlich Becker, der in vier Sätzen mit 7:5, 6:7, 6:4 und 7:5 die Oberhand behielt und damit die lange Karriere Agassis, der zuvor angekündigt hatte, dass die US Open sein letztes Turnier sein würden, beendete.
Im Achtelfinale schied Becker jedoch mit 3:6, 4:6 und 3:6 gegen Andy Roddick aus.
In der am 11. September 2006 erschienenen Weltrangliste belegt Becker mit Platz 76 erstmals einen TOP 100 Platz.
Beim ATP-Tour Turnier in Tokyo konnte ihn erst die Nummer eins der Tenniswelt, der Schweizer Roger Federer, im Halbfinale stoppen. Sein Viertelfinalspiel gegen den Tschechen Jiri Novak am Tag zuvor endete erst um 3:24 Uhr morgens Ortszeit und ist damit das Spiel in der ATP-Geschichte, das am zweitspätesten endete.
Auch bei den folgenden ATP-Turnieren im amerikanischen Delray Beach im Januar 2007 und in San Jose konnte Becker das Halbfinale erreichen und so bis auf Weltranglisten-Rang 38 nach oben klettern. Zuvor hatte er bei den Australian Open nur knapp eine Überraschung verpasst. Er unterlag dort in 5 umkämpften Sätzen Marat Safin mit 7:5, 6:7, 6:3, 3:6 und 4:6 in der 1. Runde. In Bangkok erreichte er sein erstes ATP-Finale, in dem er Dmitri Tursunow mit 6:1, 6:2 unterlag.
Becker wurde Anfang des Jahres 2007 von Patrik Kühnen zum ersten Mal für die deutsche Daviscup-Nationalmannschaft nominiert. In der ersten Runde, die Deutschland gegen Kroatien gewann, blieb Becker selber allerdings ohne Sieg.
Benjamin Becker spielt zudem in Mannheim beim TC Grün Weiß Mannheim in der 1. Bundesliga. Mit dieser Mannschaft wurde er Deutscher Meister 2007.
Steckbrief
- Name:
- Benjamin Becker
- Geburtsdatum:
- 16.06.1981
- Geburtsort:
- Merzig, Deutschland
- Nationalität:
- Deutsch
- Wohnort:
- 66693 Mettlach-Orscholz
- Größe:
- 1,77 m
- Gewicht:
- 79 kg
- Familienstand:
- ledig
- Eltern:
- Ulrike und Jörg Becker
- Schwester:
- Kathrin
- Tennisprofi seit:
- 2005
- Schlagarm:
- rechts
- Trainer:
- Tarik Benhabiles, J-L Fontanot
- Verein:
- TK Grün-Weiss Mannheim
- Vorbild:
- Andre Agassi
- Hobby's:
- Fußball, Basketball